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Hinter den Kulissen

Wie entsteht AI BL? Vom Drehbuch bis zum OST

blaiva Redaktionsteam · 2. November 2026

Bei einem „von AI gemachten Drama“ denkt man schnell, per Knopfdruck falle ein fertiges Video heraus – in Wirklichkeit steckt aber jede Menge Handarbeit darin. Wir haben zusammengetragen, was Kreativschaffende in Beschreibungen und Produktionsinfos öffentlich gemacht haben, und fassen zusammen, in welcher Reihenfolge ein AI-BL-Drama üblicherweise entsteht. Jeder Kanal arbeitet anders, lies das Ganze also bitte als grobe Orientierung.

1. Story und Drehbuch: Das schreiben Menschen

Viele Kanäle betonen, dass es sich um ein „Original-Drehbuch“ handelt. Figurenkonzepte, die Ereignisse der einzelnen Folgen und die Dialoge schreiben meistens Menschen selbst. Weil AI-Videos in Szenen von nur wenigen Sekunden entstehen, ist es wichtig, die Szenen schon im Drehbuch sehr kleinteilig aufzuteilen.

2. Charakter- und Szenenbilder

Als Nächstes werden Gesichter, Kostüme und Hintergründe der Figuren als Bilder erstellt. Da dieselbe Figur in jeder Folge mit demselben Gesicht auftreten muss, besteht die Kerntechnik darin, zuerst ein Referenzbild für jeden Charakter festzulegen und dieses Gesicht dann in jeder Szene beizubehalten. Bei einem Historiendrama werden in diesem Schritt die Farben des Hanbok und der Schmuck bestimmt, bei einem Fantasy-Drama Symbole wie die Augenfarbe.

3. Vom Bild zum Video

Die festgelegten Szenenbilder werden mit Video-Generierungstools in Bewegung versetzt. Kurze Bewegungen von ein paar Sekunden – ein Kopf, der sich dreht, Fingerspitzen, die sich berühren – werden dutzende, ja hunderte Male erzeugt, und die brauchbarsten werden ausgewählt. In den Produktionsinfos der blaiva-Liste tauchen häufig Tools wie Seedance, Higgsfield, Kling und Veo auf.

4. Stimmen und Musik

Die Dialoge werden teils von Sprecherinnen und Sprechern eingesprochen, teils per Sprachsynthese erzeugt. Beim OST werden von Menschen geschriebene Songtexte oft mit Musikgenerierungstools in einen Song verwandelt, sodass das Titellied von einer „virtuellen Sängerin bzw. einem virtuellen Sänger“ gesungen wird. In der blaiva-Liste ist Suno das am häufigsten nachgewiesene Musiktool.

5. Schnitt: Der Schritt mit dem meisten Handwerk

Unzählige kurze Szenen werden aneinandergefügt, Mimik und Ausdruck über die Schnitte hinweg angeglichen und das Timing von Musik und Dialog abgestimmt. Weil aus demselben Material je nach Schnitt ganz andere Gefühle entstehen, ist es sogar möglich, wie bei OST-Videos gelöschte Szenen neu zusammenzusetzen und daraus ein neues Werk zu machen.

Gut zu wissen für Zuschauerinnen und Zuschauer

Die Rechte an den vorgestellten Werken liegen bei den jeweiligen Originalkanälen; blaiva verlinkt die Wiedergabe lediglich über den offiziellen YouTube-Player. Wenn dir ein Werk gefällt, unterstütze es bitte auf dem Originalkanal.

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